
Plastik
Information
2025, Porzellan, glasiert, Höhe 34 cm




Seit Jahren hängt bei mir im Atelier der Schädel einer Taube, den ich irgendwann gefunden habe. Sein Anblick hat mich immer wieder inspiriert, suggeriert er doch Vergänglichkeit, zeigt aber auch die Filigranität mit der die Natur Strukturen entwickelt.
Aus Begeisterung an dieser Filigranität modellierte ich nach diesem zerbrechlichen Fund ein vergrößertes Tonmodell. Davon nahm ich eine Gipsform ab, stellte ein erstes Probestück aus Porzellan her, brannte es und entschied mich dann den Schädel für eine meiner typischen Büsten weiter zu verwenden. Das Stück kam gut aus dem Ofen. Ich stellte es auf einen Sockel, probierte die Lichtwirkung, umrundete es mehrmals und dachte über einen Titel nach.
Letztendlich kam ich auf »Hühnergott«. Warum? Weil der Gedanke mich begeisterte, dass Hühner auch einen Gott haben könnten. Außerdem gefiel mir die Doppeldeutigkeit, denn wir Menschen bezeichnen unsererseits Lochsteine als »Hühnergötter«. Diese finden wir vorzugweise am Ostseestrand und nutzen sie als Amulett gegen böse Geister wie den Kikimora.
Plastik
2025, Porzellan, glasiert, Höhe 34 cm




Seit Jahren hängt bei mir im Atelier der Schädel einer Taube, den ich irgendwann gefunden habe. Sein Anblick hat mich immer wieder inspiriert, suggeriert er doch Vergänglichkeit, zeigt aber auch die Filigranität mit der die Natur Strukturen entwickelt.
Aus Begeisterung an dieser Filigranität modellierte ich nach diesem zerbrechlichen Fund ein vergrößertes Tonmodell. Davon nahm ich eine Gipsform ab, stellte ein erstes Probestück aus Porzellan her, brannte es und entschied mich dann den Schädel für eine meiner typischen Büsten weiter zu verwenden. Das Stück kam gut aus dem Ofen. Ich stellte es auf einen Sockel, probierte die Lichtwirkung, umrundete es mehrmals und dachte über einen Titel nach.
Letztendlich kam ich auf »Hühnergott«. Warum? Weil der Gedanke mich begeisterte, dass Hühner auch einen Gott haben könnten. Außerdem gefiel mir die Doppeldeutigkeit, denn wir Menschen bezeichnen unsererseits Lochsteine als »Hühnergötter«. Diese finden wir vorzugweise am Ostseestrand und nutzen sie als Amulett gegen böse Geister wie den Kikimora.